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Erneuerbare Energien

Im Kontext des Klimawandels und der Abhängigkeit von Importen fossiler Rohstoffe aus Staaten mit politisch instabilen Verhältnissen, zeigt uns die Nutzung ‚Erneuerbarer Energiequellen‘ eine mögliche und auch notwendige Alternative auf.

 

Als erneuerbare Energien bezeichnen wir Quellen die in der Natur vorkommen und sich durch ihre Nutzung nicht erschöpfen, bzw. sich wieder regenerieren.

 

Technisch dienen dazu unter anderem:

  • Solarenergie (Thermisch und photovoltaisch, also Strom produzierend)

  • Windenergie

  • Wasserkraft

  • Biomasse

  • Geothermie

 

Das Wesen von erneuerbaren Energien ist, dass ihre Erzeugung und der Verbrauch vor Ort, also dezentral erfolgen. Darin liegt der größte Unterschied zu zentralistisch betriebenen Großkraftwerken.

 

Der zweite Unterschied besteht in den Akteuren beim Betreiben dieser Energiequellen. Durch die Photovoltaikanlage auf dem Hausdach, wird aus dem Stromkunde Erzeuger und Verbraucher zugleich; ein sogenannter Prosument.

 

Zusammenfassend sind die beiden wesentlichen Merkmale der erneuerbaren Energien:

  • Dezentralität bei Erzeugung und Verbrauch

  • Der ‚normale‘ Bürger tritt nun auch als Energieerzeuger auf

 

Das Erneuerbare Energie Gesetz

Ausgehend von dem Erneuerbaren Energie Gesetz (kurz EEG) aus dem Jahr 2000 war es allen Bürgern möglich, zum Energieproduzent zu werden. Das EEG garantiert eine feste Vergütung für den erneuerbar erzeugten und ins öffentliche Netz eingespeisten Strom für 20 Jahre. Des Weiteren wird garantiert, dass der so erzeugte Strom Vorrang vor anders erzeugtem Strom hat (Grünstromprivileg).

 

(Quelle: www.volker-quaschning.de)

 

Die Abbildung zeigt die Entwicklung in absoluten Zahlen der Stromerzeugung in Deutschland. Prozentual lieferten die Erneuerbaren Energien 2015 dadurch 32,5 % des Stromes in Deutschland.

 

Deutlich erkennbar ist, dass ab dem Jahr 2000 bzw. der Einführung des EEG, der Anteil der regenerativen Stromerzeugung signifikant steigt.

 

Sind erneuerbare Energien subventioniert?

Immer wieder hört man in Bezug auf erneuerbare Energien den Begriff ‚Subvention‘. Das ist falsch. Subventionen stammen aus öffentlichen Mitteln.

 

Erneuerbare Energien werden über die EEG Umlage finanziert, d.h. jeder Stromverbraucher bezahlt über seine Stromrechnung einen prozentualen Anteil für die Ökoenergien. Damit liegt 100% Kostentransparenz vor, während die Folgekosten und Umweltschäden der atomar-fossilen Energien durch Externalisierung auf alle Bürger abgewälzt wird.

 

In dem sogenannten ‚PreussenElektra Urteil‘ von 2001 des Europäischen Gerichtshof heißt es: Es sind nur solche Vergünstigungen als staatliche Beihilfen anzusehen, die aus öffentlichen Mitteln kommen.

 

Siehe dazu: www.iwr.de/news.php?id=28222


 

(Quelle: www.volker-quaschning.de)

 

Die Abbildung zeigt die Kosten der Energieimporte für Deutschland ab dem Jahr 1991. In nur 15 Jahren stiegen die Importe für Energie um 400%. Den 90 Milliarden Kosten für Energieimporte stehen ca. 21 Milliarden an Kosten für die erneuerbare Energie Umlage gegenüber!

 

Erneuerbare Ressourcen sind nicht per se erneuerbar

Auch erneuere Ressourcen sind endlich, wenn sie nicht nachhaltig eingesetzt werden. Fischgründe in den Weltmeeren reproduzieren sich immer wieder, und sind damit unendlich als Nahrung vorhanden; so die allgemeine Meinung dazu. Begeben wir uns aber in den Bereich der Überfischung, mit immer effizienteren Fangmethoden, und lassen den Fischschwärmen schwärmen keine Zeit zur Reproduktion, dann wird keine Art in den Meeren überleben.

 

Wir hätten eine Grenze, den Overshoot überschritten!

 

Bei den erneuerbaren Energien verhält es sich ähnlich. Neben der kostenlos zur Verfügung stehenden Energie aus Sonne, und Wind, benötigen wir die technischen Anlagen dazu.

Erneuerbare Energien werden in einem auf unendlichem wirtschaftlichen Wachstum ausgelegten System wahrscheinlich wieder an eine Grenze stoßen, nämlich die Ressourcen-Grenze. Das sind die Fläche und die Rohstoffe für die Solar- und Windanlagen, das ist der biologische Input für Biomasseanlagen usw..

 

Werden die Ökoenergien in einem auf Qualität statt auf Quantität basierendem System integriert, versprechen sie uns eine nachhaltige und im Einklang mit der Natur gelingende Zukunft.